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Konzept

Trotz Institutionalisierung von Gleichstellungsstellen, etablierter Frauen- und Geschlechterforschung, hervorragend qualifizierter Wissenschaftlerinnen und insgesamt verstärkter politischer Bemühungen, die Geschlechterkonstellationen im bundesdeutschen Wissenschaftsbetrieb zu verändern, sind Frauen in akademischen Spitzenpositionen an Hochschulen in Deutschland nach wie vor stark unterrepräsentiert.

Mentoring-Programme zur Förderung von Frauen an Hochschulen werden seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland zur Förderung von Frauen in Wissenschaft und Verwaltung sehr erfolgreich eingesetzt. Sie stehen im Kontext neuer hochschulpolitischer Anforderungen nach effizienterer Nutzung der personellen und sächlichen Ressourcen und der Sicherung des Hochschulstandortes Deutschland, die mit dem Hochschulreformprozess eine neue inhaltliche und zeitliche Dimension erhalten haben. Mentoring korrespondiert in seinen Bausteinen und Zielen mit den Bemühungen zur Qualitätssicherung an den Hochschulen und erlangt somit als Instrument der akademischen Personalentwicklung eine immer größere Bedeutung für die Aufstiegs- und Karriereförderung.

Im Kern geht es im Mentoring um eine informelle Förderbeziehung zur Unterstützung und Beschleunigung der beruflichen Karriere der Mentee über einen begrenzten Zeitraum hinweg. Die hohen Effekte des Mentoring resultieren vor allem aus: Vertraulichkeit im geschützten Raum, Gleichrangigkeit innerhalb der Arbeitsbeziehung trotz Qualifikationsunterschiede, Kommunikation auf Augenhöhe (hierarchiefreier Diskurs), Partizipation an den beruflichen Erfahrungen und Netzwerken der Mentorinnen und Mentoren.

 

Symposium am 20.05.2011: Qualitätssicherung und Gleichstellung in Berufungsverfahren

Auf dem Symposium wurden Ergebnisse erster aktueller Untersuchungen zur Qualitätssicherung in den Berufungsverfahren präsentiert, die die Geschlechterperspektive reflektieren. Hintergrund dieser Untersuchungen ist der Umstand, dass Berufungsverfahren als entscheidende Zugänge zu akademischen Spitzenpositionen hart umkämpft sind und Frauen es nach wie vor nur sehr eingeschränkt gelingt, sich in diesen durchzusetzen. Der bundesweite Frauenanteil von 18 % an Professuren bringt dies deutlich zum Ausdruck. Barbara Birke, Martina Dömling und Dr. Dagmar Höppel stellten die Ergebnisse ihrer Studien, Projekte und Benchmarkings mit Hilfe von Power-Point-Präsentationen dar. Das Symposium wurde vom Gleichstellungsbüro Goethe-Universität und ProProfessur ausgerichtet.

 

  • Qualitätsaspekte zur Gestaltung von Berufungsverfahren – Ergebnisse einer österreichischen Studie
    Mag. Barbara Birke, AQA – Österreichische Qualitätssicherungsagentur
  • Qualitätssicherung und Gleichstellung in Berufungsverfahren aus Prozessperspektive – Ergebnisse eines Benchmarkings niedersächsischer Hochschulen
    Martina Dömling, M.A., Organisationsberaterin und Gendertrainerin, Berlin
  • Gender-Bias in Berufungsverfahren – Ergebnisse des Projekts: Qualitätssicherung durch Chancengleichheit in Berufungsverfahren
    Dr. Dagmar Höppel, Projektleitung und Leiterin der LaKoG-Geschäftsstelle Baden-Württemberg

Ziele

Gesamtziel des Projektes ist die Vorbereitung von sehr gut qualifizierten Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen beider Universitäten auf Professuren und Führungspositionen in der Wissenschaft. Mentoring hat das Ziel, die akademische Laufbahn zu beschleunigen, indem überfachliche Qualifikationen gestärkt, Netzwerkverbindungen zur Integration in die scientific community ausgebaut und der Erfahrungsaustausch mit Personen, die das Berufsziel Professur erreicht haben, organisiert wird.

 

Ziele für die Mentees

  • maßgeschneiderte Laufbahnplanung
  • individuelle Karriereförderung
  • hochkarätiges Trainings- bzw. Qualifizierungsprogramm
  • informeller Wissens- und Erfahrungstransfer
  • Verortung in der scientific community

Ziele für die Mentorinnen und Mentoren

  • Ausbau des eigenen Netzwerks um wertvolle interdisziplinäre Kontakte
  • Weitergabe von Erfahrungen an qualifizierte und engagierte Nachwuchskräfte
  • Erweiterung der Beratungskompetenzen
  • Stärkung der Führungskompetenzen durch attraktives Fortbildungsangebot: „Führungskräfteworkshop für Professorinnen/Professoren“

Ziele für die Universitäten

  • Bindung von high potentials
  • Qualitätssteigerung in Nachwuchsförderung und Personalentwicklung
  • Stärkung gleichstellungsorientierter Fachkulturen und -strukturen

Programmbausteine

mehr darüber finden Sie hier

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Bundesministerium für Bildung und Forschung Forum Mentoring