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Programmbausteine

Das Programm verbindet Mentoring, wissenschaftsspezifische Intensivtrainings und strategische Netzwerkbildung.

Mentoring

Mentoring ist in diesem Projekt als One-to-One-Mentoring zwischen einer promovierten Nachwuchswissenschaftlerin und einer Professorin/einem Professor möglich.

Intensivtraining

für Führungs- und Managementaufgaben im Wissenschaftsbetrieb

In einem insgesamt circa 12-tägigen Intensivtraining mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten werden überfachliche Kompetenzen gestärkt und entwickelt. Die Programminhalte werden eng auf die Bedürfnisse der Mentees abgestimmt.

Intensivtraining

für Führungs- und Managementaufgaben im Wissenschaftsbetrieb

In einem insgesamt circa 12-tägigen Intensivtraining mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten werden überfachliche Kompetenzen gestärkt und entwickelt. Die Programminhalte werden eng auf die Bedürfnisse der Mentees abgestimmt.

Trainingsangebote

Hervorragende fachwissenschaftliche Leistungen sind für Professuren nicht mehr allein ausreichend. Überfachliche Schlüsselqualifikationen und Führungskompetenzen werden immer wichtiger, um sich im Wissenschaftsbetrieb auf profilbestimmende Positionen erfolgreich zu bewerben und in der scientific community zu positionieren. Deshalb legt ProProfessur ein exzellentes Qualifizierungs- und Trainingsangebot auf, das die  unterschiedlichen Bedarfe in den einzelnen Fachkulturen berücksichtigt. Es wird von profilierten Expertinnen und Experten im Bereich der Führungskräftetrainings und mit profunder Kenntnis des Wissenschaftsbetriebs durchgeführt. In diesen jeweils zweitägigen Trainings haben die Mentees die Gelegenheit, ihre Qualifikationen zu verbessern, ihre Fragen direkt an Expertinnen und Experten zu stellen und an individuellen Problemlösungen zu arbeiten. Die Trainingsbausteine umfassen folgende Themenbereiche:

 

Potenzialanalyse und Zielfindung

Eine differenzierte Potenzialanalyse unter professioneller Anleitung, die die Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale sowie die Stärken und Schwächen benennt, ist eine entscheidende Voraussetzung für das Entwickeln einer maßgeschneiderten Karrierelaufbahnplanung. Die Mentees haben die Chance, ihr eigenes Profil zu identifizieren und dies in Bezug zum Anforderungsprofil an eine Professur in ihrem Fach zu setzen. Auf dieser Basis lässt sich die Zielfindung präzisieren und eine detaillierte Planung einzelner Schritte erarbeiten. Es können zudem Handlungsfelder benannt und Handlungsstrategien entwickelt werden.

 

Berufungsverfahren

Das Berufungsverfahren ist in einzelne Verfahrensschritte gegliedert, die in fixierte Rahmenbedingungen eingebunden sind und dem Selektionsprozesse vorausgehen. Die Schritte zur Professur laufen über das Einreichen der Bewerbungsunterlagen, den Berufungsvortrag, das Auswahlgespräch mit der Berufungskommission und die Berufungsverhandlungen mit der Hochschulleitung. Das Training will Einblicke in diese einzelnen Schritte vermitteln und mit den tradierten Strukturen und Prozessen im Berufungsverfahren vertraut machen. Denn in Berufungsverfahren fallen hochschulpolitische Entscheidungen, die nicht nur die Ausrichtung des einzelnen Faches betreffen, sondern das wissenschaftlich-fachliche Profil der Hochschule mitbestimmen.

 

Führungsanforderungen im Wissenschaftsbetrieb

Führungskompetenzen im Wissenschaftsbetrieb müssen erlernt werden. Institute zu leiten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu führen, Gremienarbeit ergebnisorientiert zu organisieren, das erfordert verschiedene Interessenkonstellationen zu erkennen, zu berücksichtigen und Flexibilität zu zeigen und dabei dennoch eigene Zielstellungen einzubringen und durchzusetzen. Wissen über unterschiedliche Führungsstile, Hierarchien und Rollenverhalten sowie die Dynamik von Gruppenprozessen, kann vor allem in Konfliktsituationen professionelles, sachbezogenes und lösungsorientiertes Arbeiten stärken.

 

Hochschulmanagement

Hochschulen sind komplexe Organisationen mit relativ autonomen Strukturen (Lehrstuhl, Institut, Fachbereich, Universitätsleitung) und heterogenen Interessenlagen. Dies beeinflusst Entscheidungsabläufe und Aushandlungsprozesse. Effektive Gremienarbeit (Institutsrat/Direktorium, Fachbereichsrat, Senat, Senatsausschuss) ist eine zentrale Anforderung an Führungskräfte im Wissenschaftsbetrieb, sie ermöglicht das Einbringen eigener Positionen und den aktiven Einfluss auf hochschulpolitische Entscheidungen. Neben Organisations- und Entscheidungsstrukturen an Hochschulen sollen Spielregeln in der Gremienarbeit und im Sitzungsmanagement transparent werden.

 

Drittmittelakquise und Forschungsförderung

Die Drittmittelakquise gewinnt für das wissenschaftliche Image und im Kontext der leistungsbezogenen Mittelvergabe immer mehr an Bedeutung. Sie schafft zudem Stellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und sichert Forschungsförderung. Das Know-How einer erfolgreichen Einwerbung und Abwicklung von Drittmitteln kann professionell erlernt werden. Das Wissen darüber, wie ein Antrag abgefasst sein sollte, wo die häufigsten Fehlerquellen liegen, wie man Projektpartnerinnen und Projektpartner im nationalen und internationalen Feld findet und wonach Gutachterinnen und Gutachter entscheiden, soll in dem Training vermittelt werden. Gleichermaßen sollen wichtige aktuelle Forschungsförderprogramme von EU, Bund und Ländern und deren Antragsmodalitäten vorgestellt werden.

 

Gender und Diversity

Hochschule als Arbeits- und Lebensort erfordert geschlechtergerechte Strukturen, welche die nach Gender und Diversity unterschiedlichen Bedarfe berücksichtigen und deren Potenziale als Chance der eigenen Profilierung gezielt einfordern und entwickeln. Unter dem Gender-Aspekt stellen sich für Wissenschaftlerinnen auf dem Weg in die Professur Fragen nach der Balance zwischen Arbeits- und Lebenswelt in der Abstimmung von Karriere- und Familienplanung deutlich anders als für ihre männlichen Mitbewerber und dies insbesondere vor dem Hintergrund der im Wissenschaftsbetrieb geforderten Mobilität und Verfügbarkeit. Das Training enthält die Optionen, Strategien zur Work-Life-Balance zu diskutieren, Prioritäten zu setzen, Zeit effektiv zu nutzen sowie Wege zwischen Wissenschaft mit oder ohne Kinder zu finden.

 

Networking

Frauen sind weniger in karriererelevanten beruflichen Netzwerken verortet als Männer, das belegen einschlägige Studien, daher finden sie nur begrenzt Zugang zur scientific community. Strategisches Networking soll durch die Arbeitskontexte und Netzwerke der Mentorinnen bzw. Mentoren sowie durch den Aufbau eigener Netzwerke zwischen den Mentees verschiedener Fachbereiche betrieben werden. Sie sollen entsprechende Zugänge eröffnen und Unterstützungskontexte etablieren. Diese Netzwerke stehen den Mentees über die unmittelbare Laufzeit des Projektes weiter zur Verfügung und können auch für andere Arbeitskontexte z. B. für gemeinsame Forschungsprojektanträge genutzt werden. Denn Netzwerke bieten den Vorteil des unbegrenzten Zugangs und des Eintritts in die Kommunikation je nach Bedarf.

Gruppencoachings zu Bewerbungsunterlagen, zur Vorbereitung auf das Gespräch mit der Berufungskommission und Verhandlungstraining ergänzen das Angebot.

Zur Übersichtsseite für das Programm gelangen Sie hier

 

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Bundesministerium für Bildung und Forschung Forum Mentoring